Stardew Valley

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Als Harvest Moon Fan der ersten Stunden freute ich mich riesig, dass Stardew Valley nun auch seinen Weg in deutsch auf die Konsolen gefunden hat. Ich spiele es derzeit auf der PS4.
Und nach all dem positiven Feedback war für mich sofort klar: Das musst du haben!
Nach nun einem Ingame-Jahr möchte ich euch meine Eindrücke vermitteln.

Story:
Wer Harvest Moon kennt, kennt auch die grundlegende Story. Du erbst den Hof deines Großvaters und musst nun einen vollkommen heruntergekommenen Hof wieder auf die Beine stellen. Diesem Motto ist auch Stardew Valley treu geblieben.

Dass es wenig Story gibt, war mir von Beginn an klar, sodass das für mich kein Problem war. Wer jedoch auf eine umfassende Story hofft, ist hier eher fehl am Platz.
So also zieht dein Charakter in das Sternentautal und baut dort den Hof von Opi wieder auf.

Charakterdesign:
Erfreulich ist, dass Stardew Valley dem Spieler einen recht umfassenden Charaktereditor zu Beginn des Spiels bietet. Ich konnte meine Bäuerin so gestalten, wie es mir beliebt. Von einem ganz normalen Bauernmädchen, bis zu einem alienhaften Menschen mit grünen oder blauen Haaren ist alles möglich. Auch kann man zu Beginn zwischen verschiedenen Hofarten wählen, die auch unterschiedliche Vorteile bringen.

Steuerung:
Stardew Valley erinnerte mich an mein erstes Harvest Moon auf der PS1 und ich fühlte mich sofort zuhause. Die Steuerung ist einfach und klar definiert. Die Aktionen führt dein Charakter zügig aus, sodass man nicht ewig auf die gemolkene Milch oder die geernteten Früchte warten muss. Dies war für mich ein sehr positiver Aspekt, da mich die langen Spielaktionen in den neueren Harvest Moon immer stören.
Diese „Flinkheit“ fehlt der Spielfigur hingegen dann beim Laufen. Auf Dauer sind die weiten Wege durch das Sternentautal sehr langwierig und hier fehlte mir definitiv eine Sprinten-Taste. Abhilfe schafft dann erst das Pferd, das man sich im späteren Spielverlauf holen kann.
Die Früchte lassen sich durch Halten der Tasten alle schnell nacheinander ernten, was die Hofarbeit sehr erleichtert.
Lediglich beim Gießen ist es mir des öfteren passiert, dass ich mich falsch hingestellt habe und mein Charakter lieber den trockenen Boden als meine Pflänzchen gegossen hat.

Gameplay:
Beginnend im Frühling des ersten Jahres starten wir also nun auf unserem neu errungenen Hof. Ja und … nun? So wird es wohl einigen Spielern ergangen sein, die nicht mit dem Harvest-Moon Prinzip vertraut sind. Stardew Valley bietet dem Spieler zunächst nur wenig Einführung in das Spiel, sodass es für den ein oder anderen hier schon zu langweilig werden kann. Erst nach und nach zeigt sich, wie vielseitig das Spiel ist und wie viele Möglichkeiten es wirklich gibt.
Mann (oder Frau) fängt also am Anfang klein an. Der Hof ist von Unkraut übersät und man hat weder Tiere noch besonders viele Samen. Also heißt es: Erst einmal wenige Pflanzen setzen und sich nach und nach hocharbeiten. Und Arbeit kann man hierbei wörtlich nehmen. Bis man nämlich genug verkauft hat, um sich neues zu leisten kann es etwas dauern. Aber es lohnt sich. Der Hof erblüht immer mehr und je mehr Zeit man investiert, umso schöner wird es im kleinen Sterntautal.
Erfreulich ist hierbei, dass die Erweiterungen, wie Tierställe, der Hausausbau usw. dabei kostenmäßig (Geld, Holz und Steine) stets erschwinglich und nicht überteuert sind, sodass es auch Spaß macht die Rohstoffe zu sammeln.
Abwechslung von Hofalltag bieten dann Aktionen wie Angeln oder Monster in der Miene tö…(äh… schubsen :D). Auch hier kann man sich etwas Geld dazu verdienen.

Während des Jahres finden auch immer wieder Feste statt, die mich jedoch etwas enttäuscht haben. Der Spieler kann hier nur wenig mitwirken. Außer mit den Leuten zu quatschen ist oft nicht mehr drin. Im Folgejahr wiederholen sich diese dann natürlich und bieten daher nur wenig Abwechslung.

Wie immer kann man auch einen Partner finden, heiraten und Kinder bekommen. Nur dass man dieses Mal auch einen Partner des gleichen Geschlechtes heiraten kann und dann Kinder adoptiert. Ein nettes Detail wie ich finde.

Fazit:
Stardew Valley bietet neben dem, was ich beschrieben habe noch viele weitere Inhalte. Für mich war bzw. ist Stardew Valley einer der gelungensten Farmsimulatoren der letzten Jahre. Es macht viele Fehler gut, die das Original seit Jahren immer wieder macht. Ich werde auch nach dem ersten Ingame-Jahr noch einige Spielstunden drauf legen und mein Dasein als Bäuerin sicherlich noch nicht aufgeben.

 

2 Gedanken zu “Stardew Valley

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